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Peter OberleAuszubildender Kochbei Siemens Deutschland
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Mein Vater hat zu mir gesagt, er freut sich, dass ich unseren Betrieb übernehmen will, aber ich soll das machen, was mir Spaß macht.“ Aus diesem Grund hat sich Peter Oberle für eine Ausbildung zum Koch bei Siemens Deutschland entschieden. Zu Beginn beschäftigte er sich mit der kalten Küche. Nach dem Dessertposten arbeitet er im Moment als Saucier, um bei den Beilagen seine Ausbildung abzuschließen. Was ist das Coolste an seinem Job? “Das kann man so gar nicht sagen. Es ist alles sehr cool.“

Transkript

Wer bist du und was machst du?

Ich bin der Peter Oberle und ich mache eine Ausbildung zum Koch bei der Siemens AG.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Ich arbeite bei der Siemens AG. Die Siemens AG ist hauptsächlich ein Hersteller von Elektronikartikeln, entwickelt aber auch erneuerbare Energie, wie Windräder, entwickelt aber auch in der Infrastruktur z.B. ICEs und Züge generell. Bei der Siemens AG ist natürlich auch die Verpflegung der Mitarbeiter ein großer Teil und hier gliedert sich das auf in die Kantinen und in die Gäste-Casinos. Als Auszubildender zum Koch findet die Ausbildung immer in den Gäste-Casinos statt und in den Gäste-Casinos werden auch mehrgängige, sehr hochwertige Menüs angeboten, für Gäste oder auch für höhere Mitarbeiter. Die Ausbildung gliedert sich eigentlich immer in vier Abschnitte. Am Anfang ist man in der kalten Küche und macht die Vorspeisen und lernt hier einmal das grundsätzliche Schneiden und alles Mögliche. Dann ist es unterschiedlich, wo man hinkommt, es gibt aber drei weitere Teile. Ich bin in die Patisserie gekommen, zum Dessert-Posten, wo ich über Cremen, Kuchen, über Gebäcke aller Art eigentlich alles einmal durch macht. Zur Zeit bin ich beim Saucier-Posten, hier kümmert man sich um Fleisch, Fisch und Saucen. Wo ich jetzt demnächst noch hinkomme, ist der Entremetier-Posten, das sind dann die Beilagen wie Sättigungsbeilagen, Suppen und solche Sachen. Bei der Ausbildung zum Koch geht es als erstens darum, dass man die Kalkulation macht, also wie viel Lebensmittel man braucht für die Anzahl der Gäste. Dann geht es natürlich hauptsächlich um die Vor- und Zubereitung und ganz am Ende, wenn dann die Gäste da sind, geht es dann um das Anrichten der Teller, um das richtige Anrichten, damit es richtig schön ausschaut und man richtig Lust aufs Essen hat. Als Auszubildender arbeitet man von 7 Uhr bis 14.45 Uhr, man hat einen 7 Stunden Tag und ein dreiviertel Stunde Pause. Als erstens wenn man in die Küche kommt, wäscht und desinfiziert man sich die Hände und als Auszubildender muss man sämtlich Temperaturen der Kühlschränke aufschreiben, die Türgriffe desinfizieren, die angekommen Waren verräumen in die Kühlhäuser oder ins Lager. Dann fängt man schön langsam mit den ganzen Vorbereitungen für den Tag an, oder wenn man ein längerfristiges Projekt hat, zum Beispiel wenn man Ananas kandiert in der Patisserie, dass man dann alles vorbereitet und dann die Ananas wieder in die Zuckerlösung setzt. Das sind alles Vorbereitungen, dass praktisch alles soweit steht, dass man Mittags, also bei Siemens ist nur zu Mittag Geschäft, die ganzen Lebensmittel parat hat und dass man loslegen kann, sobald die Gäste kommen.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ich bin in Erlangen geboren und meine Eltern haben selbst eine Fischzucht und ein Restaurant. Ich habe dann die Grundschule besucht und dann haben meine Eltern das Restaurant aufgemacht. Nach der Grundschule bin ich aufs Gymnasium, habe da verschiedene Auslandsaufenthalte gehabt, unter anderem 2010 in Australien und habe dort auch eine Kochklasse besucht und habe dann nach dem Abitur ein duales Studium angefangen, BWL und die Ausbildung zum Koch. Mein Betrieb ist dann aber leider Pleite gegangen, hat die Insolvenz angemeldet und so musste ich mich dann umschauen, wo ich hingehe. Ich habe zwischenzeitlich bei uns zu Hause, also im Restaurant meiner Eltern, die Ausbildung fortgesetzt und bin dann eben bei Siemens angenommen worden mit diesem Jahr und bin seitdem bei der Siemens AG. Zum Bewerbungsprozess - Zuerst war ein Internet-Test, wo man logisches Denken und Farbenkunde beweisen musst, also ganz “easy”. Im Anschluss war dann eine Testwoche in dem Betrieb, wo ich dann am Ende auch eingesetzt wurde, wo alles einmal durchgegangen wurde und getestet wurde, ob ich da hinein passe.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Man muss teamfähig sein auf jeden Fall, da die ganze Küche ein sehr großes Team ist, wo man hineinpassen muss, weil das sind wie verschiedene Zahnräder, die miteinander funktionieren müssen. Dann muss man natürlich die Strapazen, bei Siemens geht’s, packen und ein bisschen kreativ solle man auch sein.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Als ich in der Patisserie war, habe ich sehr gerne dort gearbeitet, da ich ganze Zeit Cremen gemacht habe und so weiter. Aber auch beim Fleisch-Posten, also wenn man Fleisch anbrät, ein Rinderfilet brät oder auch ein Roastbeef Langzeit garrt, ist das super. Also man kann gar nicht so genau sagen. Und auch auf das Entremetier freue ich mich schon, weil hier kann man sehr kreativ sein und alles mögliche machen, da freue ich mich auch schon drauf. Also es ist alles für mich echt sehr cool.

Was ist die größte Herausforderung?

Die Herausforderungen bestehen darin, dass man einen Gast zufrieden stellen will, aber die Geschmäcker sind natürlich verschieden und dass man hier viele Geschmäcker abdeckt, dass die Gäste es wirklich mögen und dass man auch jeden Tag die selbe Qualität bringt. Man sollte wirklich jeden Tag so kochen, dass es den Gästen auch schmeckt, weil man selber hat auch unterschiedliche Verfassungen und man ist selber nicht immer ganz gut drauf und das ist natürlich eine Herausforderung, dass man das immer so macht, das es allen schmeckt.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Den hat mir eigentlich mein Vater gegeben, weil er freut sich, dass ich unseren Betrieb übernehmen will, aber er will nicht, dass ich etwas mache was ich nicht will, also hat er gesagt, ich soll das machen, was mir Spaß macht und jetzt mache ich eine Ausbildung zum Koch.

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