Carmen HirschAuszubildende Lehrling Chemielabortechnikerinbei Stadt Wien
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung

“Die Proben bekommen wir von Privatleuten, vom Marktamt oder auch von Privatfirmen und Großkonzernen”, verrät Carmen Hirsch, Lehrling Chemielabortechnikerin bei der Stadt Wien, den Bezug ihres Untersuchungsmaterials: Lebensmittel. Das Spannendste an ihrer Tätigkeit? “Dass man auch das Wissen bekommt, was hinter so einem Prozess stattfindet.”

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Transkript

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Carmen Hirsch, ich arbeite als Chemielabortechnikerin bei der Stadt Wien, der MA38 Lebensmitteluntersuchungsanstalt und bin jetzt im vierten und letzten Lehrjahr.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Also die Stadt Wien verwaltet die Stadt und in der MA38 werden die Lebensmittel überprüft. Die Proben bekommen wir von Privatleuten oder sie werden vom Marktamt eingebracht oder auch von Privatfirmen und Großkonzernen. Im ersten Lehrjahr war ich in der Fleischchemie, das ist hauptsächlich die Überprüfung von Fettgehalt, Wassergehalt, Aschegehalt in Wurst und Fleischprodukten sowie die Überprüfung von Fisch, ob der noch gut ist. Im zweiten Lehrjahr war ich dann in der Organoleptik, das ist die Abteilung wo die Proben reinkommen und beurteilt werden. Und im dritten Lehrjahr war ich in der nicht-tierischen Abteilung, da werden Pestizide untersucht, ob Gemüse und Obst gespritzt wurden und ob da legale Pestizide verwendet wurden. Und jetzt im vierten Lehrjahr bin ich wieder oben in der PCR-Abteilung, da werden Lebensmittel untersucht, ob Bakterien sozusagen vorhanden sind die Menschen schaden könnten. Also wenn ich in der Früh in die Arbeit komme, schaue ich mal wieviele Proben da sind, wieviele vorbereitet sind vom letzten Tag oder noch übrig sind bzw. wieviele wiederholt werden müssen und richte die dann soweit her, dass wir dann, wenn meine Kollegin kommt, anfangen können, weitermachen können. Diese werden dann weiterverarbeitet, sodass man sie in die Maschine geben kann und danach ausgewertet, wenn sie fertig sind. Das dauert oft mehrere Stunden bis sie fertig sind und sie werden dann eingetragen und freigegeben oder je nachdem gemeldet, wenn etwas Negatives ist. Also im ersten Lehrjahr hat man zwei Tage Berufsschule und danach immer einen. Der ändert sich jedes Jahr also im ersten Lehrjahr war es der Montag, jetzt habe ich am Mittwoch Schule, also es bleibt nie gleich. Meistens hat man bis 6 Uhr Schule, also von in der Früh bis am Abend.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Also ich bin in Wien aufgewachsen, bin in die Handelsschule gegangen, habe die auch fertig gemacht. Und dadurch hab ich gemerkt, dass ich mich sehr für Chemie interessiere, weil dieses Fach und auch die ganzen Naturwissenschaften haben in der Handelsschule gefehlt. Und deswegen habe ich mich nachher dazu entschlossen, etwas in dem Bereich weiterzumachen. Ich habe im Internet gesucht, generell Lehrstellen als Chemielabortechniker und dabei ist mir die Stadt Wien als Erstes aufgefallen. Dann bin ich zum Test, einem Bewerbungstest eingeladen worden und den habe ich dann anscheinend geschafft und bin zum Vorstellungsgespräch weitergekommen und dann ist es relativ schnell gegangen, dass sie mir gesagt haben, dass ich genommen wurde.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Wenn man diesen Lehrberuf erlernt, sollte man auf jeden Fall vorsichtig sein und geduldig auch, weil manche Analysen länger dauern. Und vorsichtig deswegen, weil man doch mit gefährlichen Stoffen hantiert ab und zu. Da sollte man seine Kollegen davor schützen und sich selbst natürlich und deswegen sehr vorsichtig sein.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Am meisten Spaß an der Lehre macht mir, dass man das Wissen auch dahinter bekommt, was hinter so einem Prozess stattfindet. Ich finde, das ist sehr interessant und auch sehr wichtig, weil das meiste im Leben darauf aufgebaut ist, auf chemische Prozesse.

Was ist die größte Herausforderung?

Also für mich persönlich ist die Herausforderung die Daten dann weiter in die Exceltabellen und Listen am Computer einzutragen, weil ich mir dabei halt nicht so leicht tue, an der Computerarbeit, da bin ich dann schnell mal unkonzentriert.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Also mir ist sehr wichtig, dass man seine Ziele verfolgt. Das habe ich bis jetzt auch immer selbst getan, das hat auch immer gut geklappt. Man muss dahinter sein, wenn man etwas will.

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