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Stadt
Pölten
Karriere Level
Führungskraft
“Ich finde es cool, an der Vision zu arbeiten, die man selber hat und das Produkt, das wir verkaufen, auch selbst zu erstellen.“ Desirée Zottl ist CEO & iOS-Entwicklerin bei Gatherer und rund um die Uhr mit der Verwirklichung ihrer Idee beschäftigt. Neben sämtlichen koordinatorischen Angelegenheiten und Reisetätigkeiten arbeitet sie direkt am Produkt und entwickelt die iOS-App im Alleingang. Was sind wichtige Eigenschaften in dieser Position? “Man muss sich dafür interessieren, gerne etwas umsetzen, dahinter sein und risikobereit sein.“

Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich...?

3 Ratschläge an dein 14-jähriges Ich ... Ich würde mir sagen, verfolge deine verrückten Ideen, auch wenn alle sagen, "Ach das ist komisch und was du immer denkst und was du immer willst!" Das ist genau das, was einen eigentlich ausmacht. Und ich würde auch sagen, “Denke groß!” Gerade am Land hat man vielleicht nicht immer so die Vorstellung davon, was man eigentlich alles machen kann und erreichen könnte, aber man muss an sich glauben und daran glauben, dass man Dinge erschaffen kann, die man vielleicht nicht jetzt so in der Umwelt gleich hat. Man kennt die Berufe, die Mama und Papa haben, aber auch andere Dinge sind möglich. Man muss es nur versuchen, dranbleiben, an sich glauben. Man kann alles werden, was man möchte. Und das Dritte wäre: "Habe auch Spaß dabei!" – das finde ich ganz wichtig. Immer nur verbissen ein Ziel zu verfolgen, ist es dann auch nicht. Spaß an der Sache zu haben und wenn etwas wirklich gar keinen Spaß mehr macht, vielleicht auch überlegen: "Vielleicht mache ich dann doch etwas Anderes."

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Was steht auf deiner Visitenkarte? Desirée Zottl, CEO & iOS-Developer bei Gatherer.

Was ist das Coolste an Deinem Job?

Was ist das coolste an deinem Job? Also ich finde es cool, dass man an dem arbeiten kann, an der Vision, die man selber hat. Man hat eine Idee und kann die selbst verwirklichen. Und dabei gibt es dann natürlich an jedem Tag "ups and downs". Einmal ist etwas Unerwartetes: Man sitzt mit jemandem am Tisch, das hätte man nie gedacht, mit dem Bundeskanzler, oder was auch immer. Und am nächsten Tag sitzt man dann wieder ganz normal im Büro und programmiert und hat aber Spaß beim Programmieren und im Team. Und es passiert einfach so viel Unerwartetes. Man wird auf einmal qualifiziert für irgendwelche Präsentationen in New York und ein Monat später fliegt man nach New York, das hätte man gar nicht erwartet. Dieses Unerwartete, wenn man das gerne mag, dann ist das sehr super.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Welche Einschränkungen bringt der Job mit sich? Man arbeitet dann natürlich immer dran. Man muss immer daran arbeiten, auch im Urlaub am Strand mit W-Lan oder im Hotelzimmer ein paar Tage. Wenn etwas gemacht werden muss, dann muss man halt ran und dann muss man halt durchbeißen und das gehört dann leider auch dazu.

Worum geht es in Deinem Job?

Worum geht's in deinem Job? Gatherer ist ein Text Start-Up. Wir machen Apps und Services für das Terminefinden. Wir wollen das Terminefinden, vor allem unter vielen Leuten, erleichtern und dabei bin ich Geschäftsführerin, das heißt, ich mache eigentlich alles, was zu tun ist. Gerade am Anfang ist das halt wirklich alles. Aber ich bin eben auch die Entwicklerin, die iOS-Entwicklerin, das heißt, ich arbeite auch direkt am Produkt und programmiere auch wirklich das, was wir unseren Kunden anbieten und von dem her ist da wirklich vieles dabei. In der Früh starten wir meistens mal mit einem Meeting, wir schauen einmal was heute zu tun ist, was ist gestern liegen geblieben, was haben wir die ganze Woche vor und danach geht es für die meisten ans Programmieren. Ich programmiere ja nicht alleine, aber für mich geht es zuerst einmal ans E-Mails checken als Geschäftsführerin. Ich schaue, was ist gekommen, wo muss ich antworten, wo muss ich vielleicht noch etwas tun, vorbereiten, zurückschicken, oder ein Meeting ausmachen und danach, wenn das Operative erledigt ist, dann geht es für mich auch ans Programmieren. Denn die iOS-App, die mache ich alleine, für Android und den Server haben wir andere Leute, aber iOS mache ich. Und ja, da gibt es natürlich auch immer wieder Herausforderungen. Auch ich habe noch nicht zehn Jahre Erfahrung im Programmieren, aber das macht nichts. Das Wichtigste ist, es macht einem Spaß und für mich ist es einfach super, das Produkt, das wir dann verkaufen, wirklich auch selbst zu erstellen. Wenn ich auf Reisen bin, dann versuche ich vor allem die Start-Up-Szenen in dem Land kennenzulernen, mich mit Start-Ups dort zu treffen und zu schauen, wie ist der Spirit dort, wie läuft dort alles ab? Natürlich ist immer die Investorenfrage, auch: "Was gibt es dort für Investoren, wen kann man kennenlernen, mit wem kann man Meetings haben, wem kann man vielleicht seine Visitenkarte irgendwie zukommen lassen?" Und sich dort vielleicht auch einen Namen machen, wenn es ein Land ist, in dem man später auch wirklich geschäftlich tätig sein will.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Wie schaut dein Werdegang aus? Also ich bin im Waldviertel am Land aufgewachsen. Habe dort eine normale Volksschule und auch eine normale Hauptschule besucht, was dort ganz üblich ist, weil die Gymnasien eigentlich immer weiter weg sind und habe danach die Handelsakademie in Zwettl gemacht mit Schwerpunkt Multimedia und Webdesign, weil mich das Thema immer schon interessiert hat und habe mich danach entschlossen, weiter in die Richtung zu gehen. Habe an der FH St. Pölten Medientechnik studiert und danach noch den Master angehängt, digitale Medientechnologien mit Schwerpunkt mobiles Internet. Habe in der Zeit angefangen, mich mit iOS-Entwicklung zu beschäftigen, aus dem heraus hat sich dann entwickelt, dass wir nach dem Studium gleich unsere Firma gegründet haben. Wir haben die Idee gehabt zu unserem Start-Up und gleich direkt nach der FH haben wir das dann weiter gemacht und haben 2016 dann die Firma gegründet.

Ginge es auch ohne Deinen Werdegang?

Ginge es auch ohne deinen Werdegang? Ja, ich denke, es geht definitiv auch mit einem anderen Werdegang. Das Wichtigste ist, dass man sich dafür interessiert, dass man es gerne tut und etwas umsetzen möchte und dann auch dahinter bleibt. Dazu muss man natürlich auch ein bisschen risikobereit sein, weil das Ganze ist halt doch kein alltäglicher Job mit sicherem Einkommen, und auch den Drive dahinter haben. Also dass man Ziele oder Visionen, die man selber hat, auch verfolgen will und dafür auch etwas tun will.

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