Hans-Jürgen Schönig
CEO bei Cybertec Schönig & Schönig
bei WKO UBIT Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT)
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CEO
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Neustadt
Karriere Level
Führungskraft
“Das Coolste ist sicher die Vielseitigkeit. Man kommt in Fabriken, Rechenzentren und wir haben mit Dingen zu tun, in die man normalerweise nicht reinkommt.” Als CEO bei Cybertec Schönig & Schönig ist Hans-Jürgen Schönig für sämtliche Unternehmensbereiche zuständig. Neben Schulungen oder Besprechungen beim Kunden direkt kümmert er sich intern um die Buchhaltung, das Personalwesen und laufende Anfragen. “Was man wirklich braucht, ist: Man muss sich selbst verschiedenen Dingen aussetzen und schmerzresistent sein. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.”

Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich...?

3 Ratschläge an dein 14-jähriges Ich ... Also meine Tante wollte mir erklären: Ich soll eine HTL machen. Irgendwer anderer wollte mir erklären: Ich soll Medizin studieren. Hätte ich Medizin studiert, wäre Wien gepflastert mit Leichen wahrscheinlich. Es würden einfach Menschen sterben, bei meinem Talent. Wäre ich in die HTL gegangen, wäre ich todunglücklich. Macht Dinge, die sinnvollen Spaß machen! Also lasst euch nicht einreden: Du sollst Notar werden! Du sollst Rennfahrer werden! Du sollst was auch immer werden! Macht so viele verschiedene Dinge, wie irgendwie möglich! Schaut euch an, was andere Leute tun! Man hat mit 14 nicht den Überblick, was es überhaupt alles gibt. Das heißt, macht so viele verschiedene Dinge, wie nur irgendwie möglich und findet die Sachen, die für euch Sinn haben! Es gibt Leute, die brauchen geregelten Tagesablauf. Und es gibt Leute, die sind lieber frei und flexibel. Versucht herauszufinden, was für euch passt!

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Was steht auf deiner Visitenkarte? Auf meiner Visitenkarte steht: Hans-Jürgen Schönig. Ich bin von der Cybertec GmbH. Es steht darauf: Geschäftsführer.

Was ist das Coolste an Deinem Job?

Was ist das coolste an deinem Job? Also das Coolste bei uns ist sicher die Vielseitigkeit. Wir machen Datenspeicher für die Autoindustrie. Da kommt man dann in irgendwelche Fabriken, in irgendwelche Rechenzentren. Wir haben verschiedene Dinge gemacht für Banken, wo es dann irgendwelche Risikoanalysen gibt. Wir haben ganz schräge Werbung gesehen. Also wir haben mit Dingen zu tun, wo man normalerweise nicht hineinkommt. Das ist eigentlich das Spannende.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Welche Einschränkungen bringt der Job mit sich? Also bei uns sind die negativen Seiten sicher, dass wir im Schnitt 120 Tage im Jahr im Ausland irgendwo herumhängen. Das klingt toll, wenn man nach Paris fliegt, oder es klingt toll, wenn man nach Berlin fliegt. Aber was oft vergessen wird, ist, dass nach Berlin fliegen bedeutet, dass du vier Stunden am Flughafen hängst. Dass du wegen Nebel, Schnee, oder Sonstigem erst am nächsten Tag Heim kommst. Dass du relativ viel weg bist. Und weg bedeutet in den meisten Jobs nicht, dass man sich jetzt die Stadt anschaut. Weg bedeutet meistens, dass du in irgendeinem Industriegebiet sitzt. Im schlimmsten Fall neben der Mülldeponie. Und dort einfach wartest, bis der nächste Arbeitstag beginnt.

Worum geht es in Deinem Job?

Worum geht's in deinem Job? Also die Cybertec GmbH hilft Kunden große Datenmengen zu speichern. Also beispielsweise, wenn jemand telefoniert, für die Abrechnung, wenn jemand Überweisung macht, für die Bank, wenn jemand irgendwo hinklickt – um das nachzuvollziehen. Wenn jemand im Internet irgendetwas bestellt, werden überall Daten gespeichert für verschiedenste Zwecke. Das kann sein: Wetter. Das können sein: Grundstücke. Das können sein: was auch immer. Und wir helfen Kunden größere Datenmengen zu speichern. Also das erste, was ich mache in der Früh, ist sicher das E-Mails-Checken. Und dann gibt es eben zwei Möglichkeiten: Entweder ich habe einen technischen Tag beim Kunden, wo ich eben dem Kunden helfe, Schulungen halte, Besprechungen beim Kunden, etc. Oder es gibt einfach Tage, die sind rein organisatorisch. Da geht es um: Vorbereiten der Buchhaltung. Da geht es um: Schreiben von Angeboten. Da geht es um: offene Rechnungen. Da geht es um: Kontakte generieren. Da geht es um: einfach strategische Dinge, wie man gewisse Dinge einfädelt, usw. Dann geht es natürlich auch darum die Arbeit an die Leute zu verteilen. Sich zu überlegen: Wer kann was? Ein bisschen die Kapazität zu managen: Wer hat Zeit? Wer ist wofür zuständig? Und so weiter. Und die letzte Tätigkeit am Abend ist wieder die Mailbox. Also Leuten antworten, Bewerbern absagen oder zusagen. Schauen was hereingekommen ist. Also es beginnt in der Früh mit E-Mail und es endet am Abend mit E-Mail.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Wie schaut dein Werdegang aus? Ich bin 1978 in der Steiermark geboren, bin dann in die Volksschule und ins Gymnasium gegangen. Und das Gymnasium hat eigentlich nichts mit dem zu tun, was ich jetzt mache. Ich habe im Gymnasium solche Dinge gehabt, wie sechs Jahre Latein. Also Dinge, die vollkommen egal sind. Habe dann begonnen in Wien Wirtschaftsinformatik zu studieren. Habe dann nach circa drei Jahren aufgehört, weil zu der Zeit hat man irrsinnig gutes Geld verdienen können in den anderen Branchen. Und ich hatte dann das Glück in einen Spezialbereich zu kommen, wo man sehr viel spezifisches Fachwissen lernen kann. Ich habe dann so etwas Ähnliches wie einen Mentor gehabt, der uns auf gewisse Dinge eingeschult hat. Nach zwei Jahren habe ich dann beschlossen, dass angestellt sein nichts für mich ist und habe im Juni 2000, kurz vor meinem 22. Geburtstag, meine eigene Firma gegründet. Und das mache ich seither.

Ginge es auch ohne Deinen Werdegang?

Ginge es auch ohne deinen Werdegang? Also ich glaube, es geht ohne diesen Werdegang. Es wäre nur schwieriger, weil ich in der Schule sehr breite Allgemeinbildung bekommen habe. Also Latein, Geschichte, Chemie, was auch immer. Es geht auch ohne. Wie gesagt, es wäre schwerer, wenn man zu spezialisiert ist. Und was man wirklich braucht, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein, ist: Man muss sich, glaube ich, selbst verschiedenen Dingen aussetzen, verschiedene Dinge ausprobieren. Und um längerfristig erfolgreich zu sein, gibt es eine wesentliche Voraussetzung und die ist Schmerzresistenz. Also wenn du zu einer Tür kommst und die ist zu, dann gehe nicht zur nächsten, sondern probiere sie aufzubekommen. Es geht um Schmerzresistenz. Die meisten Leute hören auf, weil es zu mühsam ist oder was auch immer. Also der Schlüssel zum Erfolg ist Schmerzresistenz.

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