Daniel ZeilerProjektleiter Straßenplanungbei Landeshauptstadt München
Stadt
München
Alter
25 - 34
Höchste abgeschlossene Ausbildung
Universität / Fachhochschule
Karriere Level
Leitende*r Angestellte*r
Jahre in der Organisation
1 - 5
Jahre in der aktuellen Tätigkeit
1 - 5

”Unserer Projekte sind Straßenbauprojekte in München, also ich bau’ sozusagen München um und hab’ quasi direkt Einfluss auf das Leben meiner Mitmenschen.” Das ist für Daniel, der als Projektleiter in der Straßenplanung der Landeshauptstadt München arbeitet, das Coolste an seinem Job. Auf die Frage welche Einschränkung der Job mit sich bringt, antwortet er: ”Es gibt gewisse Rahmenbedingungen die eingehalten werden müssen. Termine müssen eingehalten werden, die Kosten müssen passen und die Qualität muss sichergestellt werden.”

Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Grundsätzlich könnte ich ihm sagen, dass er sich auf einem guten Weg befindet, auf jeden Fall. Vielleicht eine kleine Ergänzung: wenn sich einmal eine Chance ergibt, soll er sie gerne wahrnehmen. Weil im Nachhinein ärgert man sich dann doch meistens, dass man sie hat verstreichen lassen. Und als Drittes vielleicht den Lieblingsratschlag, den so ein Vierzehnjähriger hört, er sollte sich auch mal Gedanken über die Zukunft machen.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Daniel Zeiler, Projektleiter im Bereich Straßenplanung und Bau - und ich arbeite bei der Landeshauptstadt München im Baureferat.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Also das Coolste für mich persönlich ist eigentlich, also für mich als gebürtigen Münchner, in München zu arbeiten, eigentlich mit München zu arbeiten, weil ich ... Meine Projekte sind Straßenbauprojekte in München, also ich baue sozusagen München um, wenn man so sagen kann, und habe quasi direkt einen Einfluss auf das Leben meiner Mitmenschen. Und das Zweite ist vielleicht, dadurch, dass man bei einer Stadt arbeitet, sitzt man auch an der Quelle, was die Information angeht, also man bekommt auch so nebenbei mit, was eigentlich in der Stadt so passiert, oder passieren wird.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Einschränkungen, kann man sagen, gibt es natürlich mit gewissen Rahmenbedingungen, die eingehalten werden müssen, wie, Termine müssen eingehalten werden, die Kosten müssen passen und eingehalten werden, die Qualität muss sichergestellt werden. Was man vielleicht als persönliche Einschränkung betrachten kann, dass man vereinzelt auch auf Abendtermine gehen muss, als Beispiel wäre hier eine Bürgerversammlung zu nennen. In der Regel ist eine Bürgerversammlung einmal im Jahr, den Termin muss man dann aber wahrnehmen, weil man eine Bürgerversammlung von einem Stadtbezirk, den man dann auch selbst betreut, noch wahrnehmen muss.

Worum geht es in Deinem Job?

Ich arbeite im Baureferat in der Abteilung Tiefbau. Wir sind, als Tiefbau, zuständig für die öffentlichen Verkehrsflächen. Und ich konkret, in der Straßenplanung, bin zuständig für den Umbau und den Neubau von Straßen. Ich als Projektleiter betreue Projekte, da geht es um Straßen, um Wege, um Plätze. Und in der Regel betreue ich die von der ersten Idee über alle Planungsphasen, bis hin zur Ausführung. Im Projektverlauf muss ich sicherstellen, dass die Kosten eingehalten werden. Qualitätssicherung - und außerdem natürlich müssen Termine eingehalten werden. Darüberhinaus müssen wir bei unseren Projekten, es handelt sich um öffentliche Flächen, müssen wir eine Öffentlichkeitsbeteiligung machen, dazu gehört der Bezirksausschuss, aber es kann auch sein, dass wir Öffentlichkeitsveranstaltungen machen müssen, um Bürger zu beteiligen. Also wenn ich jetzt mal ein Projektbeispiel mal so umschreibe, dann ging es um ein Projekt, das war eine Straßenkreuzung, da ging es darum, dass die Ampel abgebaut werden soll, weil die in dem Bereich nicht benötigt wird, das ist eine Tempo-30-Zone. Damit man die zurückbauen kann, muss man aber die Kreuzungsgeometrie ein Bisschen anpassen, also man muss die Kreuzung ein Bisschen enger fassen - und so hat sich dann eben ein größerer Umbau ergeben, mit anderen Referaten, die am Projekt beteiligt sind, mit Ingenieurbüros, mit denen man die Planung abstimmen muss. Da ist man in einem regen E-Mail-Verkehr natürlich. Zusätzlich kann es natürlich sein, dass man regelmäßige Meetings auch zu Projekten abhält, um sich dann wieder direkt abzustimmen, was natürlich auch notwendig ist, wenn es über E-Mail oder Telefon vielleicht zu lange dauert, oder man mehrere Leute an den Tisch bekommen muss. Wir erstellen ja Straßenplanungen - und direkt am Plan muss man natürlich prüfen, ob die Vorgaben eingehalten werden, ob es noch Verbesserungsbedarf gibt, direkt am Plan. Und da muss man die Pläne natürlich auch in größeren Runden abstimmen, damit auch alle beteiligten angehört werden - und auch mit der Planung einverstanden sind.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Ich bin gebürtig aus München, habe in München auch studiert. Als Studium habe ich Umweltingenieurwesen gewählt, ich hatte damals die Wahl zwischen Bauingenieur und Umweltingenieur, die beiden Studiengänge an der TU München liegen sehr nahe beieinander. Ich habe mich dann für das Umweltingenieurwesen entschieden, das ist ein neuer Studiengang. Als Vertiefung habe ich Tiefbau gewählt. Genauer gesagt Wasserbau - und eben Straßenbau, wo ich dann jetzt im Endeffekt auch gelandet bin. Und einen Master habe ich dann eben auch noch gemacht, das nannte sich dann Environmental Engineering, und - im Prinzip nach dem Studium - in der Bewerbungsphase, habe ich mich dann direkt auch für die Landeshauptstadt München entschieden - und bin jetzt seit knapp zweieinhalb Jahren bei der Stadt und dem Baureferat.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Das was man in der täglichen Arbeit braucht, lernt man nicht unbedingt im Studium. Also es ist eine intensive Einarbeitung erforderlich, die es auch gibt. Also die Einarbeitungszeit geht über ein Jahr, in der Zeit hat man zwei Paten, also zwei Mentoren, an der Seite, die einen unterstützen, bei der Einarbeitung. Von daher haben wir auch andere Kollegen, die eben nicht diesen klassischen Bauingenieur-Hintergrund haben, sondern wir haben Ingenieurökologen, Landschaftsplaner, Geologen, Vermesser, also wichtig ist auf jeden Fall der technische Hintergrund.

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