Stephanie HeckmeierSachbearbeiterin im Bürgerbürobei Landeshauptstadt München
Stadt
München
Alter
25 - 34
Höchste abgeschlossene Ausbildung
Universität / Fachhochschule
Karriere Level
Angestellter*e
Jahre in der Organisation
< 1
Jahre in der aktuellen Tätigkeit
< 1

”Als Einschränkung würde ich beschreiben, dass man den persönlichen Kontakt mit Menschen hat und demnach eben auch mal mit einem Kunden zu tun hat der jetzt nicht so gut gelaunt ist, der vielleicht bei uns im Bürgerbüro etwas länger warten musste.” Das beschreibt uns Stephanie als wir sie fragen, welche Einschränkungen ihr Job mit sich bringt. Sie arbeitet als Sachbearbeiterin im Bürgerbüro der Landeshauptstadt München und sagt das Coolste an ihrem Job sei für sie, den Menschen die aus aller Welt kommen um in München zu leben, eine Hilfestellung zu sein.

Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

An mein 14-jähriges Ich kann ich definitiv ein paar Ratschläge weitergeben. Zum Einen auf jeden Fall, dass man ganz viel ausprobieren soll, Praktika wo es nur geht, also schon die Chancen nutzen, die sich bieten, dass man einfach sich ausprobieren kann, rumschnuppern kann, was gefällt mir, was gefällt mir nicht, das finde ich auch ganz wichtig, dass man auch für sich weiß, was man eben nicht möchte. Und ansonsten auch einfach sich treu bleiben, sich nicht verstellen, dass man da einfach seinen eigenen Weg geht und auch an sich glaubt, weil dann, glaube ich, kann man da einen ganz guten Weg auch finden.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Auf meiner Visitenkarte steht Stephanie Heckmeier, Sachbearbeiterin im Bürgerbüro bei der Landeshauptstadt München.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Das Coolste an meinem Job ist, dass einfach ganz viele verschiedene Leute zusammenkommen. Wir haben Leute aus der ganzen Welt, die eben nach München ziehen, die sich dann bei uns anmelden möchten, als Beispiel aus Indien, aus Japan, also wirklich aus der ganzen Welt kommen die Leute zu uns - und das ist dann schon schön, wenn man sieht, dass die auch nach München kommen wollen. Die melden sich an, die suchen sich hier wieder ihren Lebensmittelpunkt - und denen dann auch einfach nochmal so ein bisschen vielleicht auch zu helfen, wo sie was finden, weil die ja wirklich komplett neu oft sind, dass man denen auch einfach ein Bisschen Hilfestellung geben kann, für die weiteren Schritte für eine Neuankunft in München, das ist dann schon schön.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Also als Einschränkung würde ich vielleicht beschreiben, dass man doch den persönlichen Kontakt mit Menschen hat - und demnach eben auch einmal mit einem Kunden zu tun hat, der jetzt nicht so gut gelaunt ist, der vielleicht bei uns im Bürgerbüro etwas länger warten musste, denn manchmal sind die Wartezeiten doch ein Bisschen länger auch, wenn es vorkommt. Und dann muss man sich hald auch mit so einem auseinandersetzen, beziehungsweise hald dann sein Anliegen auch entsprechend bearbeiten. Und wenn dann die Stimmung nicht ganz so positiv ist, ist das natürlich nicht so schön, aber man darf sich das nicht zu Herzen nehmen.

Worum geht es in Deinem Job?

Ich arbeite im Bürgerbüro bei der Landeshauptstadt München. Das Bürgerbüro gehört zum Kreisverwaltungsreferat, das ist sozusagen das Dach über unserer Abteilung. Die Aufgaben bei uns sind Anmeldungen von Menschen, die nach München ziehen, genauso dann auch Abmeldungen, wenn sie wieder wegziehen aus München. Außerdem mach ich noch Ausweise, Reisepässe, also alle Arten von Ausweisdokumenten für die Münchner Bürgerinnen und Bürger, für deutsche Staatsangehörige, außerdem noch Beglaubigungen, oder auch Fahrzeuganmeldungen, Abmeldungen, das ist so unser Aufgabengebiet. Ein Tagesablauf bei mir geht ganz früh los, würde ich sagen, also wir öffnen dreimal die Woche schon um 07:30 Uhr, deshalb bin ich relativ früh schon im Büro, so gegen 07:00 Uhr. Dann, um 07:30 Uhr, wenn dann die Bürger zu uns kommen, wird der Parteienverkehr bei uns bearbeitet, das bedeutet eben, die Menschen kommen mit ihren Anliegen zu uns, wir machen dann Ausweise, Fahrzeuganmeldungen, was eben so anfällt. Dann, je nachdem, wie viel bei uns los ist, machen wir dann im Anschluss gemeinsam Mittagspause, und am Nachmittag geht es dann bei uns weiter mit der Postbearbeitung. Da setzten wir uns dann mit Gemeinden in Verbindung, wenn eben bezüglich Umzügen noch etwas geklärt werden muss, Rücksprachen werden gehalten. Also da wird dann sich um die Post, um das Schriftgut gekümmert. Also grundsätzlich ist es bei uns so, dass wir drei Tage die Woche vormittags uns um die Kundenanliegen kümmern, am Nachmittag erfolgt dann die Sachbearbeitung und zwei Tage die Woche ist es so, dass wir länger geöffnet haben, das bedeutet, dass dann auch keine Sachbearbeitung mehr stattfindet weil wir uns dann eben an dem Nachmittag noch mit den Kunden beschäftigen.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Mein Werdegang ist folgender, und zwar ... also ich komme aus München, bin da geboren, habe erst einmal meine Schule gemacht, Realschule, Fachabitur. Anschließend habe ich mich für eine Ausbildung entschieden, bei einer Versicherung, war dann auch Vollzeit ungefähr drei Jahre dort angestellt, habe mir dann gedacht, ich mag doch noch einmal etwas Anderes machen - und so bin ich dann zur Stadt gekommen und habe mich da für das Bürgerbüro entschieden.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Es geht auch mit einem anderen Werdegang, bei mir war jetzt eben die Voraussetzung eine kaufmännische Ausbildung, weil ich Quereinsteigerin bin. Es würde aber natürlich auch so gehen, wenn man von Vorne herein die Ausbildung bei der Stadt macht, oder auch über die Beamtenlaufbahn in das Bürgerbüro kommt. Also man muss definitiv kommunikativ sein, offenherzig, also gerne auch mit Menschen zu tun haben wollen. Freundliches Wesen, aber auch Geduld sollte man mitbringen, denn es ist tatsächlich so, dass man vieles nicht nur einmal sagt, sondern öfter am Tag, weil die Vorgänge doch immer sehr ähnlich sind und jeder Kunde die gleichen Infos braucht und möchte deshalb ist Geduld auch von Vorteil.

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