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Birgit SchmidbauerÄrztin – Gesundheitsschutz, Infektionsschutzbei Landeshauptstadt München
Stadt
München
Alter
45 - 54
Höchste abgeschlossene Ausbildung
Abgeschlossenes Studium
Jahre in der Organisation
1 - 5
Jahre in der aktuellen Tätigkeit
< 1

“Meinem 14-jährigen Ich würde ich sagen, dass Träume und Ideale wichtig und auch richtig sind.” Birgit ist Ärztin bei der Landeshauptstadt München, im Referat Gesundheit und Umwelt, Hauptabteilung Gesundheitsschutz, Abteilung Infektionsschutz. Sie erzählt uns, dass ihr die Ermittlungsarbeit und das in Kontakt treten mit den Betroffenen, sowie deren niedergelassenen Ärzten, um ihnen die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, die meiste Freude an ihrem Job bereitet. “Als Einschränkung kann empfunden werden, dass man sich von der individuellen Therapie eines kranken Patienten verabschieden muss.”

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Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Meinem 14-jährigen Ich würde ich sagen, dass Träume und Ideale wichtig, und auch richtig, sind. Dass jetzt die Zeit ist, sich zu überlegen, was ist einem wichtig im Leben - und dass man das mutig, und vielleicht auch manchmal mit einer gewissen Selbstüberwindung, verfolgt - und dann so seinen Weg finden kann.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Auf meiner Visitenkarte steht Dr. Birgit Schmidbauer, Ärztin, Landeshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt, Hauptabteilung Gesundheitsschutz, Abteilung Infektionsschutz.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Am meisten Freude macht mir wirklich so diese Ermittlungsarbeit, in Kontakt treten mit dem Betroffenen, in Kontakt treten dann auch mit dem Arzt des Betroffenen, dem niedergelassenen Arzt, oder dem Klinikarzt, dem Laborarzt, also dieses Einholen von einer Vielzahl von Informationen, um dann dem Betroffenen die bestmögliche Beratung und Hilfe zu geben, das macht mir eigentlich am meisten Spaß.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Als Einschränkung kann empfunden werden, dass man sich von der individuellen Therapie eines kranken Patienten verabschieden muss, man hat hier auch viele gesetzliche Vorschriften, und in einem Verwaltungsapparat auch eingebettet die Verwaltungsvorschriften, mit denen man sich erstmal irgendwie vertraut machen muss.

Worum geht es in Deinem Job?

Ich bin hier angestellt, am Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München. In der Abteilung Infektionsschutz im Sachgebiet Meldewesen. Hier in der Abteilung geht es zum Einen auch um Aufklärung und Beratung von Münchner Bürgern zu bestimmten Erkrankungen, meist Infektionserkrankungen, und auch um die eingehenden Meldungen der meldepflichtigen Erkrankungen, die wir sozusagen vom Infektionsschutzgesetz her, dann irgendwie die gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen haben, oder umzusetzen haben. Es beginnt meistens damit, dass man bestimmte Meldungen von Ärzten, oder Laboren per Fax übermittelt bekommt und ich mir morgens Meldungen nehme und dann sozusagen, hier mit meiner Arbeit anfange. Zum Einen ist es quasi die Ermittlungsarbeit - in dem man Kontakt aufnimmt mit Betroffenen, zum Anderen sind es wirklich Gespräche mit Betroffenen, die eingeladen werden, die ein Bisschen besser aufgeklärt werden über ihre Erkrankung, über die Übertragungswege, auch was für Möglichkeiten sie haben, sich zu schützen, oder ihre nächsten Angehörigen zu schützen, zum Beispiel. Das sind dann Gespräche, die hier stattfinden. Dabei werden auch nochmal gegebenenfalls Blutabnahmen gemacht, um Sachen zu kontrollieren, oder Blutwerte nochmal genauer zu bestimmen, ansonsten ist man auch mit Kliniken, Klinikärzten, mit Laborärzten in Kontakt. Nach solchen Meldungen, um vielleicht noch mehr Laborwerte, die wichtig sind in dem Zusammenhang, zu erfahren. Manchmal auch, wenn eine Erkrankung bei einem stationär aufgenommenen Patienten festgestellt wird dann muss man mit der Klinikhygiene sich in Verbindung setzen, und da dann Maßnahmen abstimmen, und sich gegenseitig unterstützen.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Mein Werdegang ist jetzt nicht so klassisch und geradlinig, wie er vielleicht oft ist. Ich habe nämlich, bevor ich über den zweiten Bildungsweg mein Abitur nachgemacht habe, eine Ausbildung gemacht zur Biologielaborantin, habe da schon in der medizinischen Forschung gearbeitet, was den Wunsch, das Abitur nachzumachen und Medizin zu studieren, verstärkt hat. Das habe ich dann gemacht, habe dann in München an der Ludwig-Maximilians-Universität Medizin studiert, und promoviert, habe nach dem Studium an der chirurgischen Universitätsklinik gearbeitet und dann, nach einer Kinderpause, in einer großen, allgemeinmedizinischen Praxis jahrelang im Münchener Süden gearbeitet, immer in Teilzeit auch. Und war dann noch einmal in einer internistischen Klinik tätig - und war da nicht so glücklich ehrlich gesagt - und seit Mai 2015 bin ich hier in München, im Referat für Gesundheit und Umwelt, als Ärztin tätig, eben in der Abteilung Infektionsschutz. Und seit Oktober diesen Jahres bin ich im sogenannten Amtsarztlehrgang und erhalte da die Qualifikation zur Fachärztin für öffentliches Gesundheitswesen.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Wichtig ist auf jeden Fall ein Medizinstudium, ohne das wird es nicht gehen, und eine Approbation als Arzt, wichtig ist nicht unbedingt eine bestimmte Facharztausbildung, wichtig ist aber, denke ich schon, eine berufliche Erfahrung in einer bestimmten Fachrichtung, oder vielleicht auch ein Bisschen breiter gestreut, in mehreren Fachrichtungen, die dann hier einfach ein grundsätzliches Wissen dann auch bieten, um hier die Tätigkeit gut ausführen zu können.

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