Aswin Manmatharajah
Auszubildender Großhandelskaufmann •IHK – Groß- & Außenhandel
bei EDEKA
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Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung
“Je mehr praktische Kenntnisse man hat, desto bessere Chancen hat man auf einen Ausbildungsplatz”. Aswin Manmatharajah hebt die Bedeutung von Praktika bereits während der Schulzeit hervor. In seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei EDEKA arbeitet er derzeit im Servicebereich, wo sich Kund:innen melden, wenn sie Probleme haben. “Da muss man sich individuell auf die Kundschaft einstellen. Er/ sie könnte wütend sein, er/ sie könnte glücklich sein, das kann ich nur anhand seiner/ ihrer Stimme interpretieren. Sich darauf einzustellen ist schon cool”, berichtet er.

Transkript

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Aswin Manmatharajah, ich mache die Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei der EDEKA Melsungen und bin im dritten Lehrjahr.

Worum geht’s in deiner Lehre?

EDEKA ist ein Lebensmittelunternehmen. Ich mache meine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Da werden wir in den verschiedensten Abteilungen des Unternehmens eingesetzt und für ein bis zwei Monate eingeteilt. Los geht es mit Einkauf, Vertrieb, Disposition und Lager – also wirklich dem Gesamtpaket. Im Einkauf werden die Preise, Konditionen oder wie Ware, die im Sortiment eingesetzt wird, besprochen und verhandelt. Dann geht es weiter zu der Dispositionsabteilung, wo dann wirklich von den Lieferant:innen bestellt wird. Hier wird darauf geachtet, dass Restriktionen eingehalten werden. Da werden wir dann herangebracht. Es sitzt immer jemand neben uns und erklärt uns die Prozesse, die im Hintergrund ablaufen. Zum Beispiel werden wir nach der Bestellung auch im Lager eingesetzt. Dort sehen wir dann, was tatsächlich nach der Bestellung des:r Einzelhändler:in bei uns in der Zentrale passiert. Zum Beispiel wird da kommissioniert, dann wird die Ware bereitgestellt. Der Fuhrpark ist dafür zuständig, die Ware auszuliefern und dann hat der Markt die Ware. Wir werden auch im Einzelhandel eingesetzt, wo wir wirklich die andere Seite sehen. Den ganzen Ablauf kennenzulernen, wie die Ware tatsächlich in unser Regal kommt, fand ich sehr interessant. Wir werden auch im Markt eingesetzt, damit wir neben unseren Großhandelsgeschäften auch die betrieblichen Abläufe des Marktes kennenlernen. Außerdem haben wir theoretischen Unterricht, zum Beispiel Rechnungswesen, Finanzierung und Marketing. Neben unserer Schule bekommen wir auch Seminare von unserem Betrieb angeboten, zum Beispiel für Excel- oder Wordkenntnisse, die wir dann “aufstocken”, um sie im Endeffekt auch in den Abteilungen speziell einsetzen zu können.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Zuerst habe ich die Realschule besucht und da meinen Abschluss gemacht. Anschließend habe ich die Fachoberschule besucht und dort ebenfalls meinen Abschluss geschafft. Ich habe mich dann dazu entschlossen, Bauingenieurwesen zu studieren. Nach einem Semester ist mir dann aufgefallen, dass ich etwas Praxisbezogeneres machen wollte. Deswegen habe ich mich dann erkundigt und mich überall beworben. Dann hat mein Bruder, der schon seit einem Jahr hier tätig ist, gemeint: “Bewirb dich bei der EDEKA, das könnte dir liegen!”. 2012 habe ich dann meine Ausbildung begonnen und jetzt bin ich im dritten Lehrjahr.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Man sollte kaufmännisches Interesse mitbringen, zum Beispiel “Arbeiten mit Zahlen”. Den Rest bekommt man dann in der Ausbildung.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Ich bezieh das jetzt mal auf meine Abteilung: Ich arbeite im Servicebereich, wo sich Kund:innen bei Problemen oder Störungen melden. Dabei muss man sich individuell auf die jeweilige Kundschaft einstellen und auch teilweise instinktiv handeln, weil man ihn/ sie nur am Hörer hat und ihn/ sie nicht sieht. Er/ sie könnte jetzt wütend sein, er/ sie könnte jetzt glücklich sein – das weiß ich nicht und kann es nur an seiner/ ihrer Stimme erkennen. Sich darauf einzustellen, das ist schon cool!

Was ist die größte Herausforderung?

Die Herausforderung liegt darin, dass zu einem laufenden Projekt noch mehrere Aufgaben hinzukommen könnten, die ich dann zu priorisieren und abzuarbeiten versuche, damit ich jeden zufriedenstellen kann.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben…?

Ein Ratschlag, den ich gerne mit auf den Weg geben würde, ist, dass man sich früh schon damit auseinandersetzt, wo der Weg schließlich hinführen könnte. Ich finde je früher, desto besser. Man kann ja zum Beispiel schon in der Schule anfangen, ein bisschen was von den Ferien zu opfern, um ein Praktikum zu machen. Ich finde, je mehr praktische Erfahrungen man hat, desto bessere Chancen hat man auf einen Ausbildungsplatz und deswegen mein Ratschlag: Setzt euch früh genug hin!

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