Marc-Andre Dziersk
Auszubildender Berufskraftfahrer
bei EDEKA
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Stadt
Melsungen
Karriere Level
Auszubildender*e / Lehrling / Lernender*e
Studiengang
Lehre/Ausbildung
”Dass jeder Tag abwechslungsreich ist. Man erlebt immer etwas Neues“, antwortet Marc-Andre Dziersk auf die Frage, was an seiner Ausbildung das Coolste ist. Er ist Azubi Berufskraftfahrer bei EDEKA und ist begeistert vom Aufbau seiner Ausbildung. So hat er die Möglichkeit, verschiedene Abteilungen und deren Abläufe kennenzulernen und bekommt die Theorie dazu an der Berufsschule vermittelt. Für ihn ist es besonders wichtig, “ein offener und ehrlicher Mensch zu sein. So kommt man weiter voran“.

Transkript

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Marc-Andre Dziersk, mache eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer bei Edeka Hessenring in Melsungen, bin jetzt im zweiten Lehrjahr und mache derzeit meinen Führerschein.

Worum geht’s in deiner Lehre?

Edeka ist, würde ich sagen, das größte Lebensmittelunternehmen Deutschlands. Wir haben bei uns in der Region einen sehr großen Marktanteil. Die Ausbildung ist aufgegliedert in verschiedene Abteilungen, die man im ersten Lehrjahr durchläuft. Also die Disposition, mit Kolleg:innen mitfahren, um sich die Abläufe und Strecken zu den Kund:innen einzuprägen. Dann ist noch ein Einsatz in der Werkstatt vorgesehen, um einen Einblick in die Technik zu bekommen, wie Reparaturen ablaufen und wie Wartungen durchgeführt werden. Diese Abteilung ist schon sehr interessant, weil man ein gutes Briefing bekommt, wie alles zu funktionieren hat. Im zweiten Lehrjahr fängt man mit dem Führerschein an, den man dann absolviert. Der Führerschein ist in zwei Teile aufgeteilt: Führerschein C bis 18 Tonnen Gewicht, das transportiert werden darf, das ist ein Solofahrzeug ohne Anhänger. Und CE ist mit Anhänger. Das sind zwei getrennte Prüfungen aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen, die man dabei hat. Nachdem man den Führerschein hat, fängt man an, die Kund:innen selbstständig zu beliefern. Ich weiß allerdings nicht genau, wie lange ein:e Kolleg:in mitfährt, um zu schauen, wie sicher man dabei ist. Im dritten Lehrjahr fährt man dann sowieso allein, da man eine gewisse Menge an Fahrpraxis vorweisen muss, um die Abschlussprüfung zu machen. Die Theorie bekommt man von der Berufsschule vermittelt, damit man sie in die Praxis umsetzen kann. Das wird bei uns in Blockunterricht absolviert, eine ganze Woche pro Monat. Ansonsten absolviere ich derzeit den Führerschein. Wenn ich nicht in der Fahrschule bin, sitze ich in der Disposition, wo die Planung des Tages gemacht wird, wie wann welche Kund:innen beliefert werden, welcher LKW wohin fährt und die ganzen Abläufe. Wir Azubis haben auch Telefondienst. Es gibt Kolleg:innen, die das nicht gerne mögen, aber ich habe keine Probleme damit, weil man das Sprachrohr für den/ die Kund:in ist, damit der/ die Kund:in zum Beispiel weiß, wann die Ware bekommt, wie die Abläufe sind oder wann das Leergut abgeholt wird.

Wie bist du zu dieser Lehre gekommen?

Ich habe die Realschule bis zur zehnten Klasse besucht. Dann habe ich ein Jahr Fachabitur gemacht, habe aber schnell herausgefunden, dass das für mich nicht die Erfüllung ist. Dann habe ich noch ein Jahr Schule zur Überbrückung gemacht und habe dann eine Ausbildung in der Gastronomie angefangen, die ich eigentlich nur vollendet habe. Danach habe ich gearbeitet, aber da waren Jobs dabei, die nicht meiner Vorstellung entsprochen haben. Im September 2014 habe ich meine Lehre bei der Edeka als Berufskraftfahrer angefangen. Meine Brüder sind alle Berufskraftfahrer und ich bin in deren Fußstapfen gestiegen, weil auch das Interesse da war.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Belastbarkeit, weil die Rollys ein ziemliches Gewicht haben. Man muss dafür geschaffen sein, diese zu ziehen, weil es manchmal sehr schwer sein kann, wenn man zum Beispiel einen Rolly mit Bierkisten ziehen soll. Ehrgeiz sollte man ebenfalls haben und man ist oft längere Zeit unterwegs.

Was ist das Coolste an deiner Lehre?

Dass jeder Tag abwechslungsreich ist, es gibt nie einen Tag wie den anderen. Man erlebt immer etwas Neues. Es sind schon coole Sachen passiert: Wir hatten zum Beispiel einen Promotag bei uns vor Ort, da bekamen wir von der Disposition den Auftrag Wurst dort hinzufahren, weil diese ausgegangen war. Das war schon cool, weil wir die Aktion und das Showprogramm dort sehen konnten. Das ist schon sehr cool und abwechslungsreich.

Was ist die größte Herausforderung?

Man muss für den Job geschaffen sein. Dadurch, dass man im Schichtsystem arbeitet, kann es sein, dass man einmal nachts um drei Uhr anfängt und die Woche darauf um drei Uhr mittags. Es ist sehr unterschiedlich und man muss sich an das Schichtsystem gewöhnen.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben… ?

Ein offener und ehrlicher Mensch zu sein, ist ganz wichtig, weil man dann weiter vorankommt.

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