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Christian UhlDiplom-Geographbei Landeshauptstadt München
Stadt
München
Alter
45 - 54
Höchste abgeschlossene Ausbildung
Abgeschlossenes Studium
Karriere Level
Angestellter*e
Jahre in der Organisation
1 - 5
Jahre in der aktuellen Tätigkeit
< 1

“Das Coolste ist tatsächlich dass ich in der Gefahrenabwehr tätig bin.” - erzählt uns Christian. Er ist Diplom-Geograph und als Projektleiter im Kommunalreferat der Landeshauptstadt München, in der Städtebaulichen Projektentwicklung angestellt. Dort beschäftigt er sich mit allen Liegenschaften der Stadt München und entwickelt mit seinem Team Pläne, um aus ehemaligen, militärisch genutzten Flächen neue Wohnbauflächen entstehen zu lassen. Das bedeutet unter anderem, dass er alte Rüstungsaltlasten im Boden und Kampfmittel beseitigen lassen muss, um dann eine gefahrlose Nutzung als Wohnbaufläche zu gewährleisten. “Wir planen, wir geben in Auftrag, alle notwendigen Schritte, alle Gutachten, Sanierungen um das bewerkstelligen zu können.”

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Transkript

Drei Ratschläge an Dein 14jähriges Ich!

Ich, wenn wieder 14 wäre, würde ich mir den Rat geben, einmal natürlich viel zu reisen, fremde Länder, Kulturen, kennenzulernen, das Zweite wäre natürlich, meine Neigung, und auch meine Begabung, herauszufinden - und die dann zu verfolgen. Und das Dritte ist, ich würde mich auch ehrenamtlich engagieren, in sozialen oder in Hilfsorganisationen, weil man bekommt dort wahnsinnig viel persönlich mit, auch beruflich, ich bin selbst sehr lange schon bei der freiwilligen Feuerwehr, auch jetzt noch, und da habe ich sehr viel zurückbekommen.

Was steht auf Deiner Visitenkarte?

Mein Name ist Christian Uhl, ich bin Diplom-Geograf, Projektleiter im Kommunalreferat der Landeshauptstadt München und dort in der städtebaulichen Projektentwicklung.

Was ist das coolste an Deinem Job?

Das Coolste ist tatsächlich, dass ich in der Gefahrenabwehr tätig bin, weil diese Risiken, die wir ja beseitigen wollen, das finde ich spannend, das zu tun, dass man hier Mittel in die Hand bekommen, dass wir solche Gefahren beseitigen.

Welche Einschränkungen bringt Dein Job mit sich?

Einschränkungen, würde ich nur sagen, ich habe im Vergleich, zwischen der Tätigkeit als Sachverständiger in der freien Wirtschaft, und jetzt bei der öffentlichen Verwaltung, ich muss sagen, das ... können Vor- und Nachteile sein, aber Entscheidungsprozesse, wie in der öffentlichen Verwaltung, haben doch einen höheren Abstimmungsbedarf - und zum Zweiten, und das hat natürlich auch damit zu tun, es ist eine große Organisation, man hat ein sehr hierarchisches Prinzip, da muss man sich ein bisschen daran gewöhnen, aber es gibt eigentlich keine großen Einschränkungen.

Worum geht es in Deinem Job?

In der städtebauliche Projektentwicklung beschäftigen wir uns mit allen Liegenschaften der Stadt München und wir wollen aus diesen ehemals militärisch genutzten Flächen, die jetzt im Eigentum der Stadt München sind, neue Wohnbauflächen schaffen, dazu müssen wir vorher Kontaminationen, Rüstungsaltlasten, Altlasten im Boden, als auch Kampfmittel, beseitigen, um dann eine gefahrlose Nutzung als Wohnbaufläche zur Verfügung zu stellen. Wir, in dieser städtebaulichen Projektentwicklung, wir schaffen die Voraussetzungen, also wir Planen, wir geben in Auftrag, alle notwendigen Schritte, alle Gutachten, Sanierungen, um dieses bewerkstelligen zu können. Ich bin dann verantwortlich, wenn wir so eine große Fläche bekommen, eine ehemalige Kaserne, dann wird ausgeschrieben, welche Leistungen brauchen wir für eine Altlastenerkundung, aufbauend darauf werden auch, Gebäudeschadstoffe müssen erkundet werden und wenn diese Schritte vorliegen, dazu gehört auch eine Kampfmittelerkundung, muss entschieden werden, welcher Aufwand betrieben werden muss, um hier eine Sanierung komplett durchzuführen und das ist projektleitend meine Aufgabe, dass wir hier alle Schritte ausschreiben, bewerten, beauftragen, bis hin dazu auch, dass man dann große Sanierungsaufträge vergeben, da kann man schon auch mal zehn, zwölf Millionen reine Sanierungskosten beauftragen, um dann diese Fläche so herzurichten, dass eine gefahrlose Nutzung, für die Folgenutzung Wohnbau, beziehungsweise Gewerbe, möglich ist. Die Vorgehensweise ist eigentlich eine recht spannende, man macht zuerst einmal einfach historische Erkundungen, das heißt, über alte Kriegsluftbilder wird überhaupt einmal nachgesehen, wie war die Situation, welche Baussubstanz war da und welche Kriegseinwirkungen waren vorhanden, das spielt auch eine Rolle für die Altlastenerkundung, war hier Industrie darauf, welcher Art, dass man sozusagen, erst einmal beprobungslos, sich einen Überblick verschafft, wie war diese Nutzung auf diesem Standort. Darauf aufbauend muss man natürlich umfangreiche, technische Erkundungen durchführen, das bedeutet, man macht Sondierungen mit chemischer Analytik für Altlasten, man macht geophysikalische Methoden, um Kampfmittel zu erkunden, und dann zu bergen, man macht Gebäudesubstanzuntersuchungen. Und das ist eigentlich diese Spannbreite, die ich hier im Kommunalreferat abbilde. Also von der Ersterkundung, Begehung von ehemaligen Kasernen, oder Industriegelände, bis hin zur kompletten Räumung, Fertigstellung, bis also hier eigentlich die grüne Wiese, beziehungsweise einfach der anstehende Boden da ist - und dann kommt der weitere Schritt der Übergabe - und dann wird neu gebaut darauf, das ist diese Spannbreite, die ich im Kommunalreferat abbilde.

Wie sieht Dein Werdegang aus?

Ursprünglich komme ich aus dem schönen Chiemgau, habe Geowissenschaften in München studiert - und bin dann auch gleich eingestiegen als Sachverständiger für Altlasten und Kampfmittelräumung, habe zwanzig Jahre in einem Ingenieurbüro gearbeitet und habe Altlastengutachten, von der Erkundung bis zur Sanierung, durchgeführt, habe das Vertreten müssen - und bin seit zwei Jahren, nach diesem doch wertvollen Erfahrungsschatz, zur Landeshauptstadt München gewechselt.

Ginge es auch ohne Deinem Werdegang?

Da es sich um Bodenrisiken handelt, braucht man eine solide geowissenschaftliche Ausbildung, sei es Geografie, Geologie, Landschaftsökologie, und zum Zweiten wäre es nicht schlecht, wenn man schon mal auch als Sachverständiger gearbeitet hat und diese komplexe Abwicklung dieser Altlastenprojekte, Rückbauprojekte, von A bis Z durchgeführt hat.

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