Sebastian Priebe
Steuern und Prüfungswesen
bei EDEKA
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Karriere Level
Duale*r Student*in
“Man sollte auf jeden Fall ein Teamplayer sein, auf die Kolleg:innen zugehen, sich Ratschläge einholen”, zählt Sebastian Priebe als wichtige Voraussetzungen für sein duales Studium mit dem Schwerpunkt Steuern und Prüfungswesen auf. In der Praxisphase, die drei Monate andauert, ist er bei EDEKA in der Konzernbuchhaltung tätig und erstellt Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse. Im Anschluss folgen drei Monate Theorie in Stuttgart an der Uni: “Dort wird mir alles im betriebswirtschaftlichen Bereich vermittelt, das heißt, wir haben Grundlagen wie Marketing, Finanzmathematik oder auch Wirtschaftsenglisch”.

Transkript

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Sebastian Priebe. Ich bin dualer Student bei der EDEKA-Regionalgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen und studiere Steuern und Prüfungswesen.

Worum geht es in deiner Ausbildung?

EDEKA ist ein Lebensmittelunternehmen in Deutschland mit vielen selbstständigen Einzelhändler:innen, die die Märkte besitzen. Ich mache hier mein duales Studium mit dem Schwerpunkt Steuern und Prüfungswesen. Mein duales Studium ist ein betriebswirtschaftliches Studium mit dem Schwerpunkt Steuern und Prüfungswesen. Ich bin jeweils drei Monate in Stuttgart an der dualen Hochschule. Das ist dann meine Theoriephase. Dort wird mir alles im betriebswirtschaftlichen Bereich vermittelt. Das heißt, wir haben Grundlagen wie Marketing, Finanzmathematik oder auch Wirtschaftsenglisch. Am Ende dieser drei Monate gibt es dann immer die Klausurenphase. Das heißt, man schreibt fünf bis sechs Klausuren pro Theoriephase. Das ist immer ein heiden Stress, dort alles unter einen Hut zu bekommen in der kurzen Zeit. Anschließend geht es dann in den Betrieb zu EDEKA. Die Praxisphase dauert ebenfalls drei Monate an. Hier bin ich schwerpunktmäßig in der Konzernbuchhaltung eingesetzt. Das bedeutet, wir erstellen Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse. Es gibt verschiedene Fristen, wann diese erstellt werden müssen. Man bucht sehr viel, wartet auf Meldungen von Fachabteilungen und erstellt dann auf dieser Basis die Abschlüsse für die einzelnen Perioden. Ich bin, wie gesagt, immer für drei Monate in der Praxisphase und anschließend geht es wieder nach Stuttgart zum Studieren. Während der Theoriephase, wenn wir studieren, haben wir den festen Tagesablauf, dass es um neun Uhr anfängt und um 16.30 Uhr endet. Zwischendurch haben wir regulär Pausen. Es gibt bei meinem Studiengang auch Samstagsunterricht oder auch freitags bis 18 Uhr. Das sind allerdings Ausnahmen, die, je nachdem wie die Dozenten die Zeit einplanen, vorkommen. Mein Arbeitsalltag bei EDEKA fängt um 7.15 Uhr an. Es ist so, dass ich keinen fixen Tagesablauf habe. Dadurch, dass ich viele eigene Projekte oder Themen vorgesetzt bekomme, teile ich mir meinen Arbeitstag selbst ein. Ich bestimme quasi selbst, wie viel ich an jedem Projekt arbeiten möchte, wie viel ich muss, wann die Fristen sind, und teile mir das dann auf. Es gibt auch manchmal Termine oder Meetings, auf die man sich vorbereiten muss und da die Zeiten einhalten muss, aber ansonsten teile ich mir meinen Arbeitstag selbst ein.

Was ist das Coolste an deiner Ausbildung?

Das Beste an meinem Studium bei EDEKA ist, dass ich kein normales Tagesgeschäft bekomme, wenn ich im Betrieb bin, während der Praxisphase. Ich bekomme stattdessen kleinere Projekte bzw. steuerliche Themen im laufenden Geschäftsjahr, mit denen ich mich beschäftige, für die ich Zeit habe und die ich dann bearbeite. Das ist ein großer Vorteil, da man nicht so viel Tagesgeschäft macht, sondern eher eigene Sachen, die man von dem:r direkten Vorgesetzten bekommt.

Was ist die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung ist besonders am Anfang vom Studium, wenn man ganz neu ist, dass man mit Steuern noch gar nicht so viel zu tun hat. Man muss sich selbst komplexere Themen erarbeiten und sich Wissen aneignen, damit man bestimmte Aussagen treffen kann und Kompetenz zeigen kann. Außerdem dient es der Theoriephase, sodass man diese erfolgreich meistern und bestehen kann.

Wie bist du zu der Ausbildung gekommen?

Ich bin 1993 in Saalfeld geboren. Wir sind dann, als ich sechs Jahre alt war, nach Bamberg gezogen. Dort habe ich dann das Gymnasium besucht, habe 2011 mein Abitur gemacht und im Anschluss daran eine Ausbildung zum Bürokaufmann absolviert. Die habe ich dann 2014 erfolgreich abgeschlossen. Danach war für mich nur ein Weg klar, ich wollte studieren, da ich auch das Abitur gemacht habe. Ich habe mich dann für das duale Studium entschieden, auch mit dem Schwerpunkt Betriebswirtschaft und dann eben Steuern und Prüfungswesen, da ich den Schwerpunkt sehr interessant finde.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Grundsätzlich bei dem dualen Studium mit dem Schwerpunkt Steuern und Prüfungswesen steht das Interesse an solch eher „trockenen“ Sachgebieten wie Steuern oder Buchhaltung im Vordergrund. Es ist immer personenbezogen, man muss sich dafür interessieren. Was die Arbeit angeht, muss man auf jeden Fall belastbar sein. Ich meine, es gibt in jedem Betrieb „Busy Seasons“- Quartalsabschlüsse, Jahresabschlüsse. Man sollte möglichst gut einen klaren Kopf bewahren und ein Teamplayer sein. Man sollte auf die Kolleg:innen zugehen, nachfragen und Ratschläge einholen, weil wir alle keine Einzelkämpfer:innen sind.

Der wichtigste Ratschlag in deinem Leben…

Ich sage immer, das klingt zwar sehr einfach, aber „Vordenken statt Nachdenken“. Das bringt einen eigentlich in jedem Lebensbereich weiter. Man soll sich vorher Gedanken machen. „Welche Pläne habe ich? Was will ich erreichen? Wie gehe ich vor?“. Das spart im Nachhinein sehr viel Zeit und auch Ärger manchmal.

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